
Die
.lkj) Sachsen-Anhalt e. V. zeichnet ihr Ehrenmitglied, die Vorsitzende
des Kulturvereins Gifhorn e. V., Britta Scheller, mit dem
Multitalentino aus. Der zum achten Mal verliehene Preis wurde am 4.
Oktober 2009 durch die Vorsitzende der .lkj), Katrin Brademann, in der
Festung Mark in Magdeburg überreicht.
Anlass war das 15jährige Bestehen der .lkj) - die von Britta Scheller und anderen Mitstreitern im Jahr 1994 nach einem Treffen von Kulturorganisationen in Lübars gegründet wurde. Zu jener Zeit war Britta Scheller noch Leiterin der Musikschule Zeitz und mit dem Aufbau des Landesverbandes der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V. befasst. Bis zum Ende ihrer beruflichen Laufbahn 2006 war sie die Geschäftsführerin des Musikschul-Verbandes und hat maßgeblich zur Absicherung und gesetzlichen Verankerung der Musikschulen im Land Sachsen-Anhalt beigetragen. Nach Beendigung ihrer beruflichen Karriere in Sachsen-Anhalt hat sie sich aus familiären Gründen im östlichen Niedersachsen in der Kulturarbeit engagiert und ist heute Vorsitzende des örtlichen Kulturvereins, der unter anderem das Programm im Rittersaal und der Stadthalle gestaltet.
Ihr ehrenamtliches Engagement ist beispielhaft bis heute - hier nur in Stichworten ihre wichtigsten Funktionen:
Prof. Dr. Wolfgang Zacharias, (München / Merseburg)
Für
Generationen von Kulturpädagogen, Kunsterziehern und
-vermittlern ist Prof. Dr. Wolfgang Zacharias seit den 70er Jahren
Theoriegeber, Vorbild und inzwischen Nestor. Katrin Brademann
überreichte den "Multitalentino - den Preis der .lkj)" am 3.
Oktober 2009 und würdigte die Leistungen Wolfgang Zacharias'
in Theorie und Praxis.
Zacharias ist Pädagoge, aber auch Funktionär
und Netzwerker, Hochschullehrer und Herausgeber. Sein eigentlicher
Beruf: Kulturrat bei der Landeshauptstadt München,
Projektleiter der Pädagogischen Aktion / SPIELkultur e.V.
Im Ehrenamt war er lange Jahre stellvertretender Vorsitzender der
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugend (BKJ Remscheid). Er
gehört zum Vorstand des Bundesverbands Jugendkunstschulen und
kulturpädagogische Einrichtungen (BJKE Unna), ist
stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Kulturrats,
Vorstandsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft, im
Gründungsvorstand der LKB Bayern und in der AG SPIELkultur e.V.
Wolfgang Zacharias ist 1941 in München geboren, er studierte Kunst und Kunstpädagogik in Stuttgart, Paris und München. Es prägten ihn einige Jahre im Schuldienst. Seit Anfang der 70er Jahre Praxisentwicklung im Bereich Kultur-, Museums- und Spielpädagogik, diverse Veröffentlichungen, z. B. das grundlegende Werk "Kulturpädagogik.: Kulturelle Jugendbildung. Eine Einführung."
Dr. Jürgen Engelmann, Referent Kultusministerium Sachsen-Anhalt
Dr.
Engelmann hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das
Freiwillige Soziale Jahr Kultur (FSJ Kultur) in Sachsen-Anhalt
quantitativ verdoppelt und qualitativ verbessert werden kann. Dieses
Engagement soll mit diesem Preis gewürdigt werden.
Nach dreijährigen Erfahrungen im Rahmen des Modellprojekts "Rein ins Leben - FSJ im kulturellen Bereich" konnte ein ständig steigender Bedarf an Einsatzstellen für Freiwillige konstatiert werden. Für das Jahr 2007 mit dem doppelten Abiturjahrgang waren in Sachsen-Anhalt zusätzliche Plätze gefordert. Die .lkj) als Träger des FSJ Kultur stieß in beiden zuständigen Ministerien (Soziales und Kultus) auf offene Ohren. Während es in dem einen Ministerium dabei blieb, begannen im Kultusministerium auch Taten zu folgen. Konkret hat Dr. Engelmann nicht nur Verständnis für unser Anliegen gezeigt, sondern gleich versucht, positive Ergebnisse zu erzielen.
Das Ziel der Verdoppelung der Platzzahl für das FSJ
Kultur wurde erreicht. Eigentlich selbstverständlich? Wer die
Details der interministeriellen Abläufe und die Stolpersteine
der Bedenkenträger kennt, dem wird das
Außerordentliche bewusst.
Wir - die .lkj) - und mit uns rund 60 junge Menschen im FSJ
Kultur www.fsjkultur-lsa.de
bedanken uns mit einem Multi-Talentino konkret für
das Engagement, das Freiwillige Soziale Jahr im kulturellen Bereich
bedarfsgerecht auszubauen.
Theatertante Sandy Gärtner, eben noch .lkj), jetzt schon Puppentheater Magdeburg
Sandy
Gärtners Weg führt nach dem Abitur 1996 für
fünf Jahre nach Leipzig um Theaterwissenschaften zu studieren
und nach Magdeburg um als Magister in das Berufsleben einzutreten.
Sie verfasste eine wissenschaftliche Arbeit über das Puppentheater Magdeburg und verschaffte sich in ihrer ersten Festanstellung als Jugendbildungsreferentin in einem Kulturverband Respekt. Über sechs Jahre konzipierte sie Seminare für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und wurde schließlich anerkannte „Kompetenznachweis-Kultur-Beraterin“.
Ihr Berufsleben bot spannende Herausforderungen, in denen Sie in unterschiedliche Rollen schlüpfen konnte oder musste.
In der Bildungsarbeit ging Sandy Gärtner innovative Wege in Theaterprojekten (z. B. Novembertau), bei multimedialen Ausstellungen (z. B. 17. Juni 1953), beim 10. und 11. Jugend-Kultur-Preis www.jugend-kultur-preis.de oder in Kooperation mit Erlebnispädagogik und Ökologie, wie bei den "Lebensstilblüten".
Jetzt führt ihr Weg von der .lkj) zum Puppentheater Magdeburg, zu anderen Hofspektakeln oder Inszenierungen. Für all diese Leistungen und die Vernetzungsarbeit erhält Sandy Gärtner nicht „Die Goldene Gans nach Güntersberger Art“, sondern die .lkj) bedankt sich mit einem Multi-Talentino.
Nicole Stelzer, Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendringes Sachsen-Anhalt e. V.
Sie
erhält den Multi-Talentino aufgrund ihrer aktiven
Unterstützung der kulturellen Jugendbildung und ihrer
Multitasking-Fähigkeiten, von denen wir uns in den vergangenen
Jahren überzeugen konnten.
Nicole Stelzer war vom 1. Januar 2004 bis 31. Mai 2008 als Leiterin des „JugendInfoService Sachsen-Anhalt - JISSA“ bei der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V. angestellt.
Dabei war sie verantwortlich für die Betreuung und Pflege des Landesjugendservers www.jissa.de, betrieb journalistische Recherche, beschaffte Informationen und zeichnete verantwortlich für das Info-Fax an über 3.500 AbonnentInnen.
Konzepterstellung, Antragsstellung, Verwendungsnachweisführung, Budgetverwaltung, Mittelakquise und Korrespondenz waren dabei ihre besonders geliebten Tätigkeitsbereiche.
Wenn jemand solche Vielfalt widerfährt, ist das einen Kulturpreis wert: Wir bedanken uns mit einem Multi-Talentino.
Taufpate und Namensgeber: Klaus Froboese, Intendant der OPER HALLE
Vorsichtig und behutsam
eingebettet in Folie und Watte, sorgsam verpackt in einem silbernen
Päckchen, liebevoll mit einer großen Schleife
versehen... so erhielt Klaus Froboese als Erster das noch namenlose
.lkj)-Maskottchen zu seinem 60. Geburtstag am 31. August 2007 und hatte
die knifflige Aufgabe, einen prägnanten Namen dafür
zu erfinden.
Dank Klaus Froboese entdeckt unser „Multi Talentino“ seitdem die Welt und wird überall herzlich aufgenommen.
„Wie wir zu dem Namen gekommen sind? So etwas ist Teamarbeit und das ist unser täglich Brot. Außerdem kommt so ein Anspruch gelegentlich recht, das ist einer der vergnüglichsten Zeitvertreibe, ich will es bewusst nicht Arbeit nennen, die wir hier ab und zu auch praktizieren, solche Ideen zu entwickeln, schlicht gesagt: Zu spinnen! Aber bekanntlich haben ja auch große Entdeckungen oder Erfindungen mit einer Spinnerei, dort sagt man wohl: 'Vision', angefangen. Natürlich ist dem Wort 'Talentino' ja auch schon unser und auch Ihr Anliegen immanent...Und ein Vorname war dann nicht mehr schwer zu finden im Multi-Kulti-Team...“ (Klaus Froboese)
Die .lkj) dankt Klaus Froboese, der als Intendant der Oper Halle Kinder und Jugendliche als eine seiner wichtigsten Zielgruppen betrachtet. Trotz seines vollen Terminkalenders bleibt er als Jury-Mitglied dem Jugend-Kultur-Preis des Landes Sachsen-Anhalt treu verbunden.
Über die Kontinente: Doan Van Thai
Nationalkommitee der
Jugend Vietnams Einen "Multi Talentino" erhielt Herr Doan Van Thai,
Sekretär für Internationale Beziehungen beim
Nationalkommitee für die Jugend Vietnams. Die Jahresgabe der
.lkj) Sachsen-Anhalt wurde am 20. September 2007 im Rahmen des
europäisch-asiatischen Projektes "Cooperation
for development" in Hanoi überreicht.
Mit dem "Multi Talentino" bedankte sich die Projektleitung beim zentralen Jugendverband Vietnams für die engagierte und nachhaltige Kooperation im Bereich der internationalen Jugendarbeit. Durch die gute Zusammenarbeit konnten schon über 100 junge Menschen aus Asien (Vietnam, Laos, Kambodscha) und Europa (Deutschland, Frankreich und Litauen) wechselseitig die Partnerländer und berufsbezogene Projekte besuchen. Als Impulsgeber ist Herr Doan Van Thai ein maßgeblicher Förderer der internationalen kulturellen Kinder- und Jugendarbeit.
Kultur verbindet Sachsen-Anhalt und Centre: Marc Sagnol
Antenne Culturel Marc Sagnol, geb. 1956 in
Lyon, Schriftsteller, Herausgeber und Fotograf, bereiste ganz Europa
und lebte in verschiedenen Städten, insbesondere Paris,
Berlin, Warschau, Dresden und Kiew. Einzelausstellungen zeigte er in
Dresden, in Zaporojié, Nikolaiew, Jitomir und Rowno
(Ukraine), sowie in Iasi und Oradea (Rumänien), in Strasbourg
und Paris. Seit 2004 lebt er in Magdeburg als Kulturattaché
der Französischen Regierung.
Er wirkte in seinem Büro in der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt (Kulturantenne / Antenne culturel) und setzte vielfältige Akzente. Anliegen der Kulturantennen ist die Durchführung deutsch-französischer Kulturveranstaltungen in Zusammenarbeit mit deutschen Partnern auf lokaler und regionaler Ebene.
Durch Marc Sagnols Unterstützung und Initiative wurden europäische, französische und deutsch-französische Kulturprojekte in allen Sparten ermöglicht. Die .lkj) würdigt, dass Marc Sagnol nicht nur die Hochkultur, sondern auch kulturelle Kinder- und Jugendbildung nachhaltig unterstützt hat.